16.03.2026

Da geht's mir richtig gut!

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VON NICOLE SEIBOLD

In meinem Garten

Wenn im Frühling die ersten warmen Tage ins Freie locken, zieht es mich in unserem Garten. Altes Laub will entfernt, Blüten und Sträucher geschnitten werden, denn darunter spitzeln schon die ersten Frühlingsblumen raus, die zeigen: Jetzt geht’s wieder los! Neues Leben im Anmarsch! Und wenn ich dann mit meinen Händen in der Erde wühle, das Unkraut ausreiße und neues Leben einpflanzen und kultivieren darf, dann spüre ich tiefen Frieden in mir. Das ist für mich die beste Art zu entschleunigen und Stress abzubauen. Da geht’s mir einfach gut!

In meinem inneren Garten

Parallel zum Garten um unser Haus gibt es in mir einen Garten, meinen inneren Garten. Es der Ort, an dem ich Jesus treffe. Dort wartet er auf mich, manchmal unter dem schützenden Dach eines Schuppens, manchmal auf der Bank unter dem Apfelbaum oder in der Blumenwiese. Dort kann ich mit ihm reden, ihm zuhören oder einfach nur sein Dasein genießen. Es ist ein Ort des Genießens, der Ruhe, des Friedens.

Unkraut

Aber auch in diesem Garten wächst Unkraut, auch da gibt es abgestorbenes Laub, das ausgerecht werden muss. Schlechte Gewohnheiten, Dinge, die mich ablenken und abhalten, mich in diesen Garten von Zeit zu Zeit zurückzuziehen. Man nennt es auch „Sünde“. In diesen letzten Tagen der Fastenzeit, in denen das Licht von Ostern schon ganz nahe ist, tut es gut, den inneren Garten schön zu machen. Manchmal muss man richtig fest ziehen und graben, um an die Wurzeln des Unkrauts zu kommen. Aber ich muss es nicht allein tun. Jesus hilft tatkräftig mit, indem er mir im Sakrament der Beichte meine Sünden vergibt – wie ein Unkrautvernichter im Garten. Dann spüre ich tiefen Frieden in mir. Da geht’s mir einfach gut!

Ich lade dich ein, noch heute zu beginnen, deinen inneren Garten zu kultivieren und für seinen Bewohner, Jesus, schön zu machen!

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