Identität
Woher wissen wir eigentlich, wer wir sind? Woran orientieren wir uns dabei? Und welchen Stimmen schenken wir Glauben, wenn es um unsere Identität geht?
VON JAN CHAU
Identitätsstiftende Merkmale
Die erste Erfahrung der Abgrenzung von unserer Umwelt machen wir in der Familie. Sie prägt uns von Anfang an und verleiht uns eine erste Identität – als Kind, Sohn oder Tochter. Darüber hinaus tragen auch Faktoren wie Geburtsort, Nationalität, Ausbildung und Beruf wesentlich zu unserem Selbstbild bei.
Was bleibt?
Doch was bleibt, wenn diese Dinge wegbrechen – Familie, Gesundheit oder Arbeit? Wer sind wir noch, wenn wir durch Krisen erschüttert werden? Gibt es etwas, das unsere Identität unabhängig von vergänglichen Umständen trägt? Etwas, das bleibt, selbst wenn alles andere ins Wanken gerät?
Unsere Identität in Gott
Der christliche Glaube antwortet darauf mit einer klaren Zusage: Gott ist die einzige Konstante in unserem Leben. Er spricht uns unsere tiefste Identität zu – die eines geliebten Menschen. Noch bevor wir etwas leisten oder darstellen, sind wir von Gott geliebt.
Wer in dieser Wahrheit lebt, kann Halt finden, auch wenn äußere Sicherheiten wegbrechen. Die Liebe des Vaters steht im Zentrum der Botschaft Jesu: Er ist gekommen, um sie uns zu offenbaren.
Diese Identität dürfen wir uns immer wieder neu von Gott zusprechen lassen – und Schritt für Schritt in sie hineinwachsen.