01.12.2025

Der heilige Nikolaus 

Jedes Jahr aufs Neue habe ich die Ehre, den heiligen Nikolaus in meiner Heimatgemeinde verkörpern zu dürfen. Die Auftritte in Schulen, Kindergärten, Altenheimen und Sportvereinen führen dabei in der Interaktion mit den Menschen immer wieder zu Momenten der Dankbarkeit und des Gebens.

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VON ALEXANDER KALB

Der heilige Nikolaus – Diener des Evangeliums der Liebe

„Denn Gott liebt einen fröhlichen Geber“ (2 Kor 9,7).
Diese Worte des Apostels Paulus beschreiben das Herz des heiligen Nikolaus von Myra. In einer Zeit der Not und Armut wurde er zum lebendigen Zeugnis für das Evangelium Jesu Christi – ein Hirte, der seine Herde nicht verließ, sondern sie mit Glaube, Hoffnung und Güte stärkte.

Geben ist seliger als Nehmen

Nikolaus erkannte in jedem Bedürftigen das Antlitz Christi: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Diese Wahrheit war der Grundton seines Lebens. Heimlich beschenkte er die Armen, tröstete die Verzweifelten, befreite Gefangene und rettete Kinder aus der Not. In all seinem Wirken leuchtet das Licht der göttlichen Barmherzigkeit, das stärker ist als jedes Dunkel.

Das Gebet als Ausdruck des Gebens

Sein Beispiel ruft auch uns dazu auf, das Evangelium mit Taten der Liebe zu bezeugen. Nicht das große Wort, sondern das stille Gebet, die helfende Hand, das offene Herz sind die Wege, auf denen Gottes Reich sichtbar wird. Nikolaus lehrt uns, dass das Gebet immer auch eine Form des Gebens ist – ein Ausdruck des Vertrauens darauf, dass Gott unsere Gaben vervielfacht.

Möge der heilige Nikolaus uns im Glauben bestärken, im Dienst an den Menschen ermutigen und uns lehren, mit Freude zu schenken, wie Christus sich selbst hingegeben hat.
Denn wo Liebe geteilt wird, wächst das Licht, und wo Güte wohnt, da ist Gott.

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