RESURRECTIO MORTUORUM EST SPES CRISTIANORUM
VON MARIA DIMPFL
Gibt es Gründe zu hoffen?
Mindestens zweimal am Tag radle ich am Hermanfriedhof in Augsburg vorbei. Neulich machte ich mir auf dem Heimweg Gedanken über das Heilige Jahr, das nun ja schon bald wieder zu Ende geht. Seit 10 Monaten beschäftigt sich die Kirche anlässlich des Jubiläums weltweit mit dem Thema der Hoffnung. Just in dem Moment fällt mein Blick auf das Eingangstor des Friedhofs. Dort steht in großen lateinischen Lettern: Die Auferstehung ist der Grund christlicher Hoffnung.
Hoffnung braucht Beweise
Das also wird den Besuchern und letztendlich auch den „Bewohnern“ des Friedhofs vor Augen gehalten, es gibt einen Grund zu hoffen: die Auferstehung. Jesus Christus hat an Ostern den Tod besiegt, das ist der größte und stärkste Beweis für unsere Hoffnung. Mit Jesus werden auch wir auferstehen und all unsere gegenwärtigen kleinen und großen Nöte überwinden.
Pilgern zur Auferstehung
Als Pilger der Hoffnung sind wir zur Auferstehung hin unterwegs. Das bedeutet, dass dies nicht nur ein Trost für die ferne Zukunft ist, sondern uns schon jetzt Schritt für Schritt durch unseren Alltag begleitet. Wir dürfen in der Gegenwart eines lebendigen Gottes unseren Weg gehen. Er selbst gibt uns diese Hoffnung: Er wird uns auferwecken, darauf warten wir.
Dunkle Jahreszeit
In diesen Monaten zum Jahresende, wenn die Tage immer kürzer werden und der Nebel an manchen Tagen gar nicht mehr weichen möchte, sehnt man sich nach Licht. Die Geschäfte in der Stadt reagieren darauf mit üppiger künstlicher Beleuchtung. Aber genügt das? Unser Glaube bringt uns das Licht der Hoffnung, einer begründeten Hoffnung. Nicht umsonst haben wir erst vor kurzem an Allerseelen Kerzen auf den Gräbern angezündet als Zeichen des Vertrauens: unser Leben bekommt bei Gott seine Erfüllung, weil er auferstanden ist und uns auferwecken wird.