22.12.2025

Komet – Baby an Bord

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VON SANDRA-MARIA LERNBECHER

Zärtlich streckt uns das Christuskind in diesen Tagen die Händchen entgegen. „Dilexit nos“ lautete der Titel der letzten Enzyklika von Papst Franziskus: Er hat sich uns zugewandt! Gott hat sich uns bleibend zugewandt. Nicht, dass er der Welt je den Rücken gekehrt hat, aber was an Weihnachten so vorsichtig geschieht - weil Gott so vorsichtig mit uns umgeht - ist ein Ereignis, dass alle Events dieser Welt, alle technischen Errungenschaften und Naturereignisse in den Schatten stellt; es ist ein Geschehen, dass gewissermaßen auch die Entstehung dieser Welt übertrifft.  „… wie ein Komet, der zweimal einschlägt…“ Diese Wortfolge aus dem Nummer-eins-Hit von Udo Lindenberg und Apache 207 zieht durch meinen Kopf. Das ist Weihnachten: auf den Urknall folgt der zweite Einschlag Gottes, nach der Schöpfung nun die Neuschöpfung. Gott wird Mensch.

Erahne ich es?

Die (Vor-)Weihnachtszeit: in unseren Fußgängerzonen, Glühmärkten und Shoppingportalen zeigt sie sich kommerziell, in der Dekoration funkelnd und glitzernd und in unseren Krippen lieblich – welchen Widerhall findet sie in mein Leben? Dringt die Zärtlichkeit Gottes durch all das hindurch in mein Herz? Und erahne ich auch nur im Ansatz die „unglaubliche“ Dimension dessen, was Gott da tut? Ein kleiner Hinweis, dass das Ereignis von Weihnachten bahnbrechend ist, zeigt sich in der neuen Zeitrechnung ab Christi Geburt. Wir kennen es nicht anders, an so vieles sind wir einfach gewöhnt, was mit Weihnachten einhergeht. Es bleibt darüber nachzudenken, aufmerksam werden und Gott darum zu bitten, dass dieses „Jahrtausendereignis“, unser Herz und Denken so trifft, dass wir die verheißungsvolle und heilbringende Spur, die ER durch diese Welt zieht, entdecken, ihr folgen und in ein neues Kapitel „Menschsein“ eintreten.

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