Im Anfang...
Die Texte der Bibel über die Schöpfung gehen in die Tiefe. Gehst du mit?
„Jetzt fang doch von vorne an.“ Einen solchen Satz hast du vielleicht auch schon gesagt, um ein besseres Verständnis zu erhalten, wenn jemand ohne Zusammenhang zu erzählen beginnt. Von vorne anfangen – das kann ich auch in der Hl. Schrift probieren, z. B. mit der Schöpfung im Buch Genesis. Auch dies hilft, einiges besser zu verstehen. Dabei geht es bei den biblischen Schöpfungstexten nicht um naturwissenschaftliche Aspekte, sondern gerade mitten im aktuellen Faschingstreiben um nachdenkliche und tiefe Aussagen über die Welt und den Menschen. Werfen wir im Folgenden einen Blick auf den ersten Schöpfungsbericht Gen 1,1-2,4a:
VON KATHARINA WEISS
„Dann sprach Gott…“ (Gen 1,14)
An sieben (bzw. sechs) Tagen erschafft Gott die Welt. Er tut dies durch einen bewussten Akt, durch sein Wort. Bei allem, was erschaffen wird, heißt es: „Dann sprach Gott“. Das zeigt: Gott hat die Welt und alle Geschöpfe gewollt, auch dich. Er hat sein bewusstes „Ja“ gesetzt und sagt dies auch jeden Tag neu zu dir: „Ich will, dass du lebst.“
„Gott sah, dass es gut war…“ (Gen 1,12)
Alles, was Gott erschafft, ist zunächst einmal gut. Bei der Erschaffung des Menschen heißt es sogar „sehr gut“. Wenn wir in diese Welt schauen, erscheint es oft anders, gerade angesichts von Hass und Krieg. Doch wir Menschen sind frei, uns für das Gute oder Böse zu entscheiden – und das prägt auch unsere Welt. Allerdings: Vergessen wir nie, auf das Gute zu schauen – in anderen Menschen, auch wenn wir uns mit ihnen schwertun, und auch in uns selbst.
„Sie sollen walten…“ (Gen 1,28)
Gott gibt den Menschen verschiedene Aufträge: sie sollen die Erde bevölkern, sie bebauen und für sie sorgen. Auch für dein Leben hat Gott einen Auftrag. Du hast einen Platz in dieser Welt, den nur du mit deiner Art ausfüllen kannst.
Fangen wir also vorne an und erinnern wir uns an diese biblischen Aussagen über die Schöpfung.