26.01.2026

Mit Jesus im Wahlkampf

Die heiße Phase des Wahlkampfes für die Kommunalwahl läuft. In wenigen Wochen wird das Volk an die Urne gebeten. Spätestens jetzt muss das Team gestärkt, die Botschaft klar formuliert und das Auftreten sicher sein. Wohl formulierte Reden sollen Unentschlossene überzeugen, Give-Aways eine Erinnerung zu Hause sein, am 8. März auch die „richtige“ Partei zu wählen. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind Brückenbauer zwischen Bürgern und Politik. Ihr Auftreten gibt der jeweiligen Partei ein Gesicht. Gerade darum ist ein glaubwürdiges Auftreten wichtig. Auch Jesu Auftreten im Evangelium (Mt 4, 12–23) ist programmatisch. Drei Dinge fallen besonders auf:

VON PHILIPP FROEHLING

Klare Sprache

Wer Jesus begegnet, weiß wie er dran ist. In kurzen Imperativen spricht er zu den Menschen: „Kehrt um“; „Kommt her“; „Mir nach“. Sein Auftreten ist klar und deutlich. Die wenigen Worte, die er gebraucht, sind verständlich und prägnant. Jesu Ausstrahlung und seine Botschaft sind stimmig. Wir würden heute sagen, er ist authentisch. Gleichzeitig kennt er die Worte, die die Menschen brauchen, um sich auch innerlich mit ihm auf den Weg zu begeben.

Neue Botschaft

In dieser dichten Atmosphäre bringt Jesus nicht sich selbst oder gar eine programmatische Rede. Nein, er eröffnet eine neue Perspektive, die Hoffnung und Kraft enthält: „Das Himmelreich ist nahe.“ Nicht meine Welt mit den alltäglichen Herausforderungen ist das Maß aller Dinge. Jesus macht uns deutlich, es gibt noch mehr! Gottes Gegenwart ist uns nahe. Er ist der, der da ist. Jesus bringt nicht sich selbst. Er dient einem unendlich größeren Gott, den er selbst Vater nennt und den er uns selbst zum Vater gibt. Dieser Gott ist nicht fern, er kommt uns in Jesus ganz nah.

Veränderte Sichtweise

Mit dem Blick Jesu auf seine Jünger beginnt alles (Papst Franziskus). Jesus sieht nicht durch die Menschen hindurch. Er übersieht nicht einmal die Kleinsten der Kleinen mit ihren Sorgen und Nöten. Dieser Blick Jesu beurteilt nicht, sondern sieht die Schönheit und das Potential eines jeden Menschen. Er blickt auch uns heute unvermittelt und direkt an. Als angesehene Menschen lassen auch wir uns von den Mitmenschen und ihrem Leben berühren.

Die Botschaft Jesu ist klar, sie vermittelt Hoffnung und Zuversicht und verliert dabei nie den Einzelnen aus dem Blick. Vermutlich wäre Jesus auch ein guter Kommunalpolitiker gewesen.

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