Das feiert die katholische Kirche am 2. Februar. Hier findest du das Tagesevangelium.
VON SANDRA-MARIA LERNBECHER
Hattest du schon mal ein Vorstellungsgespräch? Vielleicht in Vorfreude, weil du gute Chancen hattest auf einen Job, den du richtig gerne machen würdest? Oder warst du nervös, weil es echt herausfordernd ist, beurteilt zu werden und warten zu müssen, ob man akzeptiert wird oder nicht?
Maria und Josef machten sich mit dem kleinen Jesusbaby auf dem Weg in den Tempel, um das Reinigungsopfer für Maria darzubringen und um Jesus vor Gott zu bringen. Gut möglich, dass die Familie Vorfreude auf ihren Tempelbesuch hatte. Doch das Anliegen des Besuchs gerät in den Schilderungen des Evangelisten Lukas in den Hintergrund. Von den Eltern nicht geplant entwickelt sich der Tempelbesuch durch Gottes Führung zu einer tiefen Begegnung zwischen Jesus und zwei Menschen aus seinem Volk. Jesus stellt sich vor – ohne Unterlagen, ohne Anzug, ohne Worte – vielleicht mit den üblichen Babylauten. Simeon und Hannah erkennen unmittelbar, wer er ist. Sie tun das, weil sie schon vor dieser Begegnung auf ihn ausgerichtet waren, innerlich vorbereitet durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Simeons prophetische Worte machen deutlich, dass Jesus nicht von allen Menschen willkommen geheißen wird. Wie sieht das bei mir selbst aus? Erkenne ich, wenn Jesus mir begegnet? Empfinde ich Freude darüber, dass ich Jesus kennen lernen darf? Kann ich jubeln? Oder überwiegt eine Skepsis, die in Ablehnung übergehen kann, weil ich Angst habe, dass er mir etwas nimmt? Jesus kommt als Kind. Er lässt mich frei. Wie weit bin ich bereit, mein Leben mit ihm zu teilen? Darf er sogar zum Chef - Herr meines Lebens - werden?
Wer mehr über dieses Fest wissen möchte, findet auf dieser Seite des Erzbistums Köln eine gute Zusammenfassung inkl. Material für Kinder 😊