02.03.2026

Geheimnis Gottes

In seiner Botschaft zur Fastenzeit 2026 schreibt Papst Leo XIV.: „Die Fastenzeit ist die Zeit, in der die Kirche uns einlädt, das Geheimnis Gottes wieder in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen, damit unser Glaube neuen Schwung erhält und unser Herz sich nicht in den Sorgen und Ablenkungen des Alltags verliert.“

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VON PFR. REINFRIED RIMMEL

Gott ist größer

Wenn wir dem Geheimnis Gottes nachgehen bzw. versuchen, es in den Mittelpunkt zu stellen, tun wir das im Bewusstsein, dass er unendlich größer ist - größer als unsere Vorstellungen, Gedanken, Maßstäbe … Im Blick auf unsere Denkmuster und Berechnungen ist sein Hadeln überraschend und anders, er übertrifft unsere Erwartungen und Hoffnungen. Er ist immer größer.

Gott kommt entgegen

Wir glauben, dass der unfassbar große Gott zu uns gekommen ist, uns die Erfahrung seiner Nähe schenkt. In der Heiligen Schrift finden wir die frohe Botschaft: Er kommt uns entgegen! Nachdem sich der verlorene Sohn auf den Heimweg zum Vater macht, lesen wir im 15. Kapitel des Lukasevangeliums: „Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“ Was für eine Botschaft!

Gott suchen

Bei allen Freuden, Nöten und Ablenkungen mögen wir nie aufhören, Gott zu suchen. Oftmals geschieht die (Wieder-)Entdeckung schrittweise. Viele Heilige der Kirchengeschichte sind uns Vorbilder: Wenn sie zweifeln, suchen sie Gott von Neuem, ringen mit ihm und dürfen mit seiner Gnade neu seine Spuren entdecken. Mit Psalm 63 können wir in der Fastenzeit täglich beten:

 

„Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir.“

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