Rückblick

Praxistag 2026

Gott neu begegnen. Ganz praktisch.

19.05.2026

Papst Leo XIV. sagte: „In erster Linie ist ein neuer Schwung in der Verkündigung und Weitergabe des Glaubens erforderlich.“

Dieser Schwung beginnt bei uns selbst, indem wir zu Gott gehen, die Freundschaft mit ihm leben. Wie Mose am Dornbusch dürfen wir die „Schuhe ausziehen“ und bei ihm sein.

Der auferstandene Herr hat seine Kirche in Schwung bzw. Bewegung versetzt, sie hat einen Auftrag: „Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern“ (vgl. Mt 28,19-20). 

Wir sollen gehen, die „Schuhe anziehen“ und von der Frohen Botschaft erzählen.

Der Praxistag wollte – vor dem Hintergrund der fünf Ziele der Evangelisierung in unserem Bistum – dafür die Arbeit unserer Abteilung, konkrete Unterstützungsmöglichkeiten sowie erprobte Initiativen vorstellen.

Zur Freundschaft mit Jesus führen 

Das erste Ziel ist die Klammer der Arbeit in der Abteilung Evangelisierung und des Praxistages 2026. Die Freundschaft mit Jesus beginnt damit, die Schuhe auszuziehen und abzulegen, was mich an der Begegnung mit Jesus hindert. Lobpreis, Gebet und Sakramente geben uns Kraft, im Glauben standhaft zu bleiben und ihn an andere weiterzugeben. Die Abschlussmesse mit Anbetung hat die Freundschaft mit Jesus gestärkt.

Das Glaubenswissen vertiefen 

Gott neu begegnen mit Herz und Verstand – dies ist bei Glaubenskursen möglich. Ein Team aus der PG Boos machte deutlich, wie wichtig es ist, auch über unsere grundlegenden Glaubenswahrheiten zu sprechen, wie z. B. über den Hl. Geist. Glaubenskurse schenken neues Wissen, berühren und geben manchmal sogar den Ausschlag, die eigene Berufung zu finden, wie das Team in beeindruckender Weise darlegte.

Drei Frauen stehen an Stehtischen auf einer Bühne und erzählen von ihren Erfahrungen.

Über den Glauben sprechen 

Vielleicht kennen Sie folgenden Witz, der gut in die Osterzeit passt: Warum ist der auferstandene Jesus zuerst den Frauen erschienen? … Damit sich die Botschaft von seiner Auferstehung schneller verbreitet.

Es geht nicht um die Pointe des Witzes, der die Redseligkeit von Frauen aufs Korn nimmt, sondern darum, dass dieser Witz etwas ganz Wichtiges verstanden hat: Die Frohe Botschaft muss raus! Unser Glaube ist es wert, verbreitet zu werden! Das wird auch bei der Missionarischen Woche deutlich, wie Michael Schmidt aus Murnau deutlich macht: An den Türen klingeln, um Staubsauger zu verkaufen, würde er nicht, aber für die beste Botschaft der Welt ist er sofort bereit.

Ein Mann mit Bart und Handmikrophon berichtet von seinen Erfahrungen.

Den Glauben mit Taten bezeugen 

Die Worte Jesu: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40) laden uns ein, darüber nachzudenken, wem wir Gutes tun können. Wir begegnen Jesus in den Menschen, der großen Gemeinschaft unseres Glaubens, unter Kollegen, Nachbarn und Freunden ebenso wie im eigenen Zuhause und in der Familie. Unzählige Beispiele zeigen, wie sich der Glaube gerade in konkreten Taten bewährt und sichtbar wird.

Zugleich geht es darum, diesen Glauben auch in der persönlichen Lebensführung Gestalt annehmen zu lassen. „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Lk 10,27) bedeutet daher auch, die geistliche und leibliche Sorge um sich selbst nicht aus dem Blick zu verlieren.

Im Netzwerk Evangelisierung ermutigen und bestärken wir einander auf diesem gemeinsamen Weg.

Im äußeren Kreis: meine Gemeinschaft im Glauben. Im mittleren Kreis: Kollegen, Nachbarn, Freunde. Im inneren Kreis: häußliches Umfeld Familie. Mittelpunkt: Ich.

Heimat in der Kirche vermitteln

Was ist Heimat? Ein Ort, an dem man sich wohl fühlt, wo man sich auskennt und wo gute Beziehungen wachsen. Fühlen Sie so etwas auch im Zusammenhang mit Kirche oder mit Ihrer Pfarrei? Weihbischof Wörner hat dieses 5. Ziel in seinem Grußwort damit umschrieben, in der Kirche „Gemeinschaft zu pflegen“. Wie können wir denen den Zugang erleichtern, denen unsere Liturgie fremd ist und die weniger stark in Kirche oder Pfarrei verwurzelt sind? Am Praxistag haben wir mit Gästen über zwei Angebote gesprochen, die Willkommenskultur leben: Der SonntagPlus – Sonntagsgottesdienst plus  Vorprogramm für verschiedene Zielgruppen der PG Hochzoll und der Alphakurs, der weltweit bekannteste Glaubenskurs,  bei dem in lockerer Atmosphäre Raum für Glaubensfragen gegeben wird.

Zwei Frauen im Dirndl sitzen in einem Pfarrsaal auf einer Holzbank.

Christine Schweiger und Melanie Sturm auf dem Heimatbänkle – ein Opener.

Ein Mann spricht in ein Handmikrophon. In der linken Bildhälfte ist eine Frau unscharf zu erkennen.

Stefan Seitz hat beim SonntagPlus die erwachsenen Teilnehmer im Blick.

Ein Mann spricht in ein Handmikrophon. Die Frau links von ihm hört ihm aufmerksam zu.

Doris Gänsdorfer (Kleinkinderkirche SonntagPlus) und Robert Jung (Alphateam St. Ulrich und Afra) berichten, wie sie in ihren Angeboten Kleine und Große willkommen heißen.