03.08.2026

Du machst die leeren Hände zum Gewinn!

Für viele von uns sind diese Sommerwochen Ferienzeit. In der Abteilung Evangelisierung orientieren wir uns nach dem Rhythmus der Pfarreien, der an das Schuljahr gebunden ist. Mit den Sommerferien endet deshalb ein Arbeitsjahr, es ist Zeit, Pause zu machen, wir gehen in den Urlaub.

Nun ruht die Arbeit.

Eines meiner Lieblingslieder aus der Zeit mit den Pfadfindern beginnt mit dem Satz: Nun ruht die Arbeit. Der Text ist leider urheberrechtlich geschützt. Eine Freundin hat das Lied jedoch gemeinsam mit ihrem Ehemann an der Gitarre eingesungen, so dass wir es hier als Audio teilen können:

Meine Hände sind leer.

Besonders berührt mich der Refrain des Liedes. Nach einem langen Tag blicken wir auf unsere Hände – und oft erscheinen sie leer. Gerade in der Pastoral bleiben die Früchte unserer Arbeit häufig unsichtbar. Zwar erreichen uns immer wieder ermutigende Rückmeldungen, doch welche Wirkung unser Einsatz langfristig entfaltet, bleibt meist verborgen.

Ähnlich erleben wir es auch im Alltag. Das Unkraut, das wir letzte Woche mühsam entfernt haben, wächst schon wieder nach, vom Staub auf den Möbeln ganz zu schweigen. So manches scheint vergeblich oder übersteigt unsere Kraft.

Du nimmst mich an wie ich bin.

Schon der Apostel Paulus klagt über seine Schwachheit. Gottes Antwort darauf lautet: „Meine Gnade genügt dir!“ (2 Kor 12,9). Gott kennt uns. Er versteht unsere Grenzen und nimmt uns an wie wir sind – nicht erst dann, wenn wir etwas vorzuweisen haben. So endet auch unser Lied: Gott ergänzt mit seiner Gnade alles, was fehlt. Er lässt Segen wachsen und so können wir voller Vertrauen mitsingen:

Du machst die leeren Hände zum Gewinn!

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