26.10.2026

Meine Schale und Ich

Manchmal wird uns alles zu viel. Der heilige Bernhard von Clairveaux weiß dazu einen Rat …

Das ist mir zu viel. Wann ist dir dieser Gedanke zuletzt gekommen? Und wie hast du reagiert? Meistens meinen wir trotzdem: „Das geht schon noch, das muss ich jetzt einfach schaffen!“ Und … machen weiter.

Wir alle kennen darüber hinaus auch Situationen, in denen wir ganz viel geben und uns anschließend leer fühlen, ganz besonders, wenn wir keinen Dank erhalten.

Ein weiser Rat

Der heilige Bernhard v. Clairveaux (gest. 1153), einer der bedeutendsten Zisterziensermönche, gibt uns dazu einen weisen Rat:

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale, nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie gefüllt ist.

Ich finde dies einen wunderschönen Mittelweg. Die Schale gibt weiter, aber erst, wenn sie selbst genug hat, wenn sie am Überfließen ist. Dieses Bild kann mir auch für mein Leben helfen.

Doch die Frage ist: Wie kann meine „Lebens-Schale“ überfließend voll werden?

Was meine Schale füllen kann

Das können zum einen Dinge sein, die ich gern tue, bei denen ich aufblühe, wie z. B. ein Spaziergang im Grünen, Musizieren oder ein genussvolles Essen.

Zweitens können auch andere Menschen meine Schale füllen, z. B. indem ich Zeit mit Freunden verbringe oder indem ich ein Lob oder eine Ermutigung von meinen Mitmenschen erhalte.

Letztlich kann auch Gott meine Schale füllen. Vielleicht magst du, wenn du dich das nächste Mal leer fühlst, deine Hände zu einer Schale formen und ganz bewusst Gott bitten, dass er dich mit seiner Liebe, seinem Frieden und seiner Freude erfüllt.

Und dann darfst du deine Schale überfließen lassen – hin zu anderen und dazu beitragen, dass auch ihre Schalen voll werden.

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